Spenden statt Schenken

Sterntaler

Auf den Weihnachtsmärkten duften die gebrannten Mandeln und in den Wohnungen warten die Weihnachtsplätzchen, die Vorfreude auf das schönste Fest des Jahres macht sich breit. Für viele das Fest der Familie. Um uns herum leuchten die Weihnachtsbeleuchtungen und die Kerzen an den Weihnachtsbäumen mit den Kinderaugen um die Wette – wer kennt es nicht. Gerade dieses Leuchten der Kinderaugen ist auch für die Familien unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Besondere an Weihnachten. Doch wie so immer, gibt es auch Familien, die  -nicht nur an Weihnachten - ganz andere Sorgen haben. Die Sorge um ihre Kinder und die Frage, wie viel Zeit ihnen noch zusammen bleiben wird.

Schon vor einigen Jahren haben wir anstatt der Weihnachtsgeschenke bereits an das Kinderhospiz Sterntaler gespendet. Wir haben uns damals – und so auch in diesem Jahr – bewusst entschieden, eine Organisation für Kinder und Familien zu unterstützen, die zu unseren regionalen Wurzeln in Weinheim passt, um somit einen kleinen Anteil zurückgeben zu können. In diesem Jahr haben wir entschieden, die Spende persönlich zu übergeben und uns ebenso über die Arbeit und die Bedürfnisse zu informieren.

Einen Tag vor Nikolaus haben wir Frau Beate Däuwel, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, im Kinderhospiz Dudenhofen besucht. Mitten in den Vorbereitungen für die alljährliche Nikolausfeier wurden wir sehr herzlich empfangen und haben bei Kaffee, Tee und selbstgebackenen Plätzchen einen Eindruck der besonderen Arbeit des gesamten Teams erfahren. Familien mit meist mehrfach schwerstbehinderten Kindern finden in Dudenhofen einen Platz um eine Auszeit vom Alltag zu erhalten. Dabei sind für uns alltägliche Dinge, wie in Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken, für diese Familien eine Besonderheit. Die Geschwisterkinder erhalten in dieser Zeit einmal mehr Aufmerksamkeit, während in einer liebevollen Betreuung alles Mögliche für den kranken Bruder oder die Schwester getan wird. Die Eltern können einmal kurz „loslassen“, um die notwendige Kraft bei einem gemeinsamen Sparziergang neu zu tanken. Das „Loslassen“ ist allerdings leider zu oft ein Thema, auf das sich alle einstellen müssen, dann bedeutet es, dass sich die Kinder „auf die Reise machen“. Diese erleben die Familien dann im „Sternenzimmer“, das wir während unseres Rundgangs durch die Einrichtung ebenso gezeigt bekommen haben.

„Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben – aber den Tagen mehr Leben!“

Unter diesem Motto steht die Einrichtung, von der es in ganz Deutschland nur 15 Stück gibt - für Erwachsene hingegen sind es ca. 240 Einrichtungen. Bis zu 12 Kinder haben in Dudenhofen Platz, die Warteliste ist um ein vielfaches länger. Um den Nachfragen gerecht zu werden, wird ein angrenzendes Gebäude gerade mit viel Anstrengung entsprechend umgebaut. Doch das die Einrichtung weiter die Familien betreuen kann, ist nicht sichergestellt. Eine finanzielle Unterstützung ist nicht in ausreichendem Maße gegeben. Durch Krankenkassen, Versicherungen, staatliche Unterstützung, o.ä. werden je Kind ca. 600 EUR finanziert, pro Monat wird jedoch ein Betrag von ca. 1.000 EUR für die Pflege und Betreuung benötigt.  

„Das was uns fehlt, ist Geld – und Pflegekräfte!“

Wir haben Frau Däuwel gefragt, was der Einrichtung denn die meisten Sorgen bereitet. „Ohne die Spenden durch Privatpersonen, Firmen und Vereine ist es nicht möglich, die Einrichtung zu finanzieren. Leider hat auch uns der Pflegenotstand erreicht und wir finden immer weniger Pflegekräfte.“ Beeindruckt, voller Mitgefühl und auch mit Dankbarkeit haben wir nach ca. 2 Stunden der Einrichtung unseren Scheck sowie 20 Schoko-Nikoläuse für die Kinder übergeben. Wir sind uns daher sicher, dass unsere Spende beim Kinderhospiz Sterntaler sehr gut angebracht ist. Wenn auch Sie helfen möchten, dann besuchen Sie die Website des Sterntaler Hospiz – dort finden Sie auch die Angabe des Spendenkontos. Die Hilfe wird benötigt!

Mit unseren geschilderten Eindrücken möchten wir Sie, liebe Kunden und Geschäftspartner, an der menschlichen Wärme und dem Gefühl gemeinsam geholfen zu haben, teilhaben lassen.